Wie tickt ein kontrollfreak?

Früher war das Kommunizieren mit anderen etwas aufwändig. Die Kontakte im Internet wurden von mir in Ringe und Projektezugehörigkeit eingeteilt. Eine Person aus dem Projekt1 erhielt von mir keine Hinweise auf Personen aus Projekt2. Oder auf das Projekt2 allgemein. Nur Personen in Ring1 (wichtige Online-Personen) erhielten auf Rückfragen Hinweise oder wenn ich Ihren Rat oder Meinung zu einem Thema aus dem Projekt benötigte. Aber ich sagte über andere Sachen sehr wenig. Wollte ich jemanden aus Ring2 (Rest der Welt) eine Datei oder Screenshot zusenden musste ich mir immer einen Freespace zur Hand haben und über diesen die Datei zu versenden. Obwohl ich selbst ein kleiner Hoster war und immer mehrere Webspaces hatte. Nur die Rückverfolgungsgefahr war zu groß.

Deshalb lief die Kommunikation meist so ab:
1. Ich werde angeschrieben
2. Überlegen zu welchem Projekt der User gehört
3. „Habe ich dafür schon extra Webspace oder nur eine eigene E-Mailadresse?“
4. Falls kein Webspace oder keine E-Mail des anderen vorhanden war dann per freespace hosting … also funpic oder sowas

Das passierte zwar inenrhalb von Sekunden nur gutes arbeiten war das nicht.

Nur warum macht man sowas?

Ich wollte nicht das mich jemand überraschen konnte. Ich wollte so gut wie möglich steuern was andere über mich wissen. Z.b. wusste kaum einer das ich verheiratet bin und meine Tochter zur Schule geht. Und ich wollte mir die Möglichkeit offen halten das Projekt schnellstens zu verlassen ohne dannach noch etwas damit zu tun zu haben. Da ich aber sehr gut meine Meinung vertreten kann brauche ich solch eine Abschottung eigentlich nicht.